Kreis Euskirchen bei Schuleingangsuntersuchungen landesweit Schlusslicht

Die FDP-Kreistagsfraktion Euskirchen zeigt sich besorgt über die aktuelle Situation bei den verpflichtenden Schuleingangsuntersuchungen im Kreisgebiet. Nach Angaben des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen wurden für das Schuljahr 2025/26 im Kreis Euskirchen lediglich 60,4 Prozent der vorgeschriebenen Untersuchungen durchgeführt. Damit bildet der Kreis das Schlusslicht in Nordrhein-Westfalen.

Während nahezu alle anderen Kreise und kreisfreien Städte Quoten von annähernd 100 Prozent erreichen, bleibt der Kreis Euskirchen deutlich zurück.

Die FDP-Fraktion hat daher eine offizielle Anfrage an die Kreisverwaltung gestellt, die in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Bevölkerungsschutz beraten werden soll.

„Dass unser Kreis bei einer so zentralen Aufgabe der Gesundheitsvorsorge landesweit auf dem letzten Platz steht, ist nicht hinnehmbar“, erklärt Frederik Schorn, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion Euskirchen. „Schuleingangsuntersuchungen sind kein bürokratischer Selbstzweck, sondern dienen der frühzeitigen Erkennung von Förderbedarfen und dem Schutz der Kinder.“

Bereits in der Vergangenheit habe es pandemiebedingte Engpässe gegeben. Nach einer entsprechenden Anfrage der FDP-Fraktion im Jahr 2021 sei jedoch zugesichert worden, dass sich die Lage wieder normalisieren werde. „Nun müssen wir feststellen, dass wir weiterhin hohe Defizite haben. Die Leidtragenden sind die Kinder und die Schulen, die ohne verlässliche Diagnostik wichtige Fördermaßnahmen nicht zielgerichtet planen können“, so Schorn weiter.

 „Unser Ziel muss klar sein: eine flächendeckende, verlässliche Schuleingangsuntersuchung für jedes Kind im Kreis Euskirchen. Alles andere wird unserem Anspruch an Bildungsgerechtigkeit und Kinderschutz nicht gerecht“, betont Schorn.